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14.07.22, Frankfurt am Main

Habeck ruft zum Energiesparen auf: 80 Millionen für den Energiewechsel

© 2022 BUNDESMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT UND KLIMASCHUTZ

Um die Notwendigkeit einer Energiewende weiß man bereits seit Ende des 20. Jahrhunderts. Doch die Abkehr von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Quellen wie Wind- oder Solarenergie war noch nie so dringend wie 2022. Um eine möglichst schnelle Unabhängigkeit von den russischen Gaslieferungen zu erreichen, lautet das Gebot der Stunde – und in den nächsten Jahren – Energiesparen. Denn schon wenige Prozent Ersparnis beim Energieverbrauch können jetzt bedeutsame Summen ausmachen. 

Gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus verschiedenen Verbänden hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Industrie, Unternehmen sowie Verbraucherinnen und Verbraucher zum Energiesparen aufgerufen: „Wer Energie spart, schützt das Klima, stärkt das Land und schont den Geldbeutel.“ Der günstigste und effizienteste Beitrag zu mehr Unabhängigkeit von Russland sei weniger Energieverbrauch. In einer Pressekonferenz machte er dabei deutlich, dass es nun auf jeden Einzelnen ankommt.  Da rund ein Drittel des hierzulande verbrauchten Erdgases auf die 41 Millionen deutschen Haushalte entfällt, ist das Einsparpotenzial dort enorm. Wie das Ministerium bei seiner Kampagne „80 Millionen gemeinsam für den Energiewechsel“ betont, geht es dabei um Effizienz und Wirtschaftlichkeit, nicht um die Reduzierung der Lebensqualität.

So helfen Energieberater, Sanitär- und Heizungsbaubetriebe Haushalten beim Energiesparen
Nur die wenigsten Immobilien in Deutschland haben eine zufriedenstellende Energiebilanz. Energieberater finden fast überall noch Potenzial für Optimierungen. Diese können sich zum Beispiel auf die Isolierung von Wänden und Dach, auf die Heizung des Gebäudes oder auf das Verbrauchsverhalten der Bewohnerinnen und Bewohner beziehen. Auf der Kampagnen-Homepage www.energiewechsel.de hat das Ministerium Tipps und Maßnahmen zusammengestellt, die Eigentümer, Mieter, Unternehmen und Handwerker beim Energiesparen unterstützen.  

Heizkörper hydraulisch abgleichen
Nach wie vor nehmen es viele Menschen hin, dass sich einige Heizkörper nur schwer regulieren lassen. Doch bei gluckernden, zu heißen oder zu kalten Heizkörpern verbraucht das Heizsystem mehr Energie als notwendig. Heizungsinstallateure sollten ihre Kundinnen und Kunden daher umfassend über die erforderlichen Maßnahmen informieren. Ein Fachbetrieb berücksichtigt bei der Einstellung der Heizkörper zudem individuelle Kriterien, wie die Eigenschaften des Hauses, Fenster und Dämmung der Außenwände. Dadurch lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent senken. Übrigens: Bei Privathaushalten beteiligt sich der Staat über die „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)“ mit 20 Prozent an den anfallenden Kosten für den hydraulischen Abgleich. 

Heizung regelmäßig warten und nach individuellem Bedarf einstellen 
Eine gewartete und optimal eingestellte Heizungsanlage verbraucht weniger Energie. Die richtige Einstellung der Heizung ist abhängig von den Bewohnern und kann von Raum zu Raum variieren. Bei einer ausführlichen Beratung lässt sich gemeinsam mit der Kundin oder dem Kunden festlegen, ob die gesamte Heizung in den Nachtstunden ein Stück weit heruntergefahren werden kann und welche Räume zu welcher Zeit besonders beheizt werden sollen. In vielen Haushalten ist es in diesem Zusammenhang sinnvoll, App-gesteuerte Thermostate zu installieren. Das Ziel ist eine bedarfsgerechte, wohltemperierte Wohnung bei geringerem Energieverbrauch.

Energiesparpotenzial Warmwasser-Erzeugung 
Ein weiterer Aspekt, über den sich viele Menschen nicht im Klaren sind, ist das Einsparpotenzial bei der Warmwasseraufbereitung. Bereits der Austausch des Duschkopfes durch ein wassersparendes Modell kann die Warmwasserkosten um bis zu 30 Prozent reduzieren. Oft haben sie einen Durchflussbegrenzer gleich miteingebaut. Sobald sie die Funktionsweise verstanden haben, sind Kundinnen und Kunden meistens gerne bereit, den Rat umzusetzen.

Auch ohne Gasheizung Gas sparen
Laut Statistischem Bundesamt wurden hierzulande im ersten Quartal 2022 13 Prozent des elektrischen Stroms in Gaskraftwerken erzeugt. Somit trägt auch die Reduzierung des privaten Stromverbrauchs dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu verringern. Ein guter Grund für alle Elektriker, sich mit Kundinnen und Kunden das Sparpotenzial in der Wohnung genau anzuschauen. Viele sind erstaunt, wie viel Strom sich durch kleine Veränderungen einsparen lässt.

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