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14.07.22, Frankfurt am Main

Schornsteinfeger und Feuerwehr: Zwei Berufe, ein Ziel

Wenn es um das Thema  Brandbekämpfung geht, hat man sofort die Feuerwehr vor Augen. Doch gemeinsam mit dem Schornsteinfegerhandwerk arbeitet die Feuerwehr auch an der Prävention von Bränden. Denn viele Brände lassen sich auf einen falschen Umgang mit Brennmaterial oder mit der Feuerstelle zurückführen. Viele Schornsteinfeger sind deshalb auch in der freiwilligen Feuerwehr aktiv.

Schornsteinfeger und Feuerwehr verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Die präventive Arbeit der Schornsteinfeger wurde bereits vor Jahrhunderten geschätzt. Denn die von einem verrußten Schornstein ausgehende Brandgefahr ist kein neuzeitliches Phänomen. Gründlich gereinigte Kamine tragen seit jeher zur Sicherheit bei und erleichtern der Feuerwehr ihre Arbeit. 

Auf der INTERSCHUTZ 2022 war die Zusammenarbeit ein wichtiges Thema am Stand des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks. „Die INTERSCHUTZ bietet unserem Handwerk die große Chance, Fachkompetenz und Unterstützung im Bereich des baulichen und vorbeugenden Brandschutzes zu präsentieren und die enge Verbundenheit mit den Feuerwehren und den anderen Akteuren in der Gefahrenabwehr zu stärken“, so Schornsteinfegermeister Andreas Walburg, Sprecher im niedersächsischen Landesinnungsverband. „Nur gemeinsam sind wir stark und können im Bereich der Gefahrenabwehr unsere Mitmenschen schützen. Zwei Berufe – ein Ziel!“, so der Verbandsvertreter.

Walburg weiß, wovon er spricht. Bis zu fünf Schornsteinbrände gebe es pro Jahr im Bezirk jedes Schornsteinfegers. Die Ursachen sind für die Fachleute keine Überraschung. Der falsche Umgang mit der Feuerstätte, zu wenig Sauerstoff in der Brennkammer, ein Defekt an der Heizstelle oder ungeeigneter Brennstoff bergen ein hohes Gefahrenpotenzial, das den meisten Menschen gar nicht bewusst sei. Doch wenn sich im Schornstein abgesetzter Glanzruß entzündet, führt das zu Temperaturen von bis zu 1.400 Grad. Rückschlüsse auf bestimmte Schornsteinarten oder Feuerstätten lassen sich laut Walburg nicht ziehen: „Ein Schornsteinbrand kann überall passieren – auf dem Dorf genauso wie in der Stadt, in Alt- wie in Neubauten.“

Schornsteinbrände verhindern 
Der Schornsteinfegermeister sieht seine Berufsgruppe hier ebenso in der Verantwortung wie die Kollegen von der Feuerwehr. So gehe es bei der eigenen Arbeit nicht nur um das Reinigen von Schornsteinen, sondern auch um Information und Aufklärung. Mit diesem Wissen lassen sich Schornsteinbrände häufig verhindern. Die Hausbewohner bemerken einen Kaminbrand in vielen Fällen erst spät. Oft seien es Passanten, die die Feuerwehr rufen, die wiederum den zuständigen Bezirksschornsteinfeger alarmiere. Denn nicht nur die Brandbekämpfung erfordert Wissen und Fingerspitzengefühl. Nur ein Schornsteinfeger kann die Schäden am Schornstein korrekt einschätzen. 

Auch in der Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen arbeiten Schornsteinfeger, damit es später nicht zu Notfalleinsätzen kommt. Falls Rauch nicht ungehindert abziehen kann, sind das optimale Bedingungen für die Entstehung des Gases. „Das Schlimme bei Kohlenmonoxid: Man sieht es nicht und man riecht es nicht“, so Andreas Walburg.

Schornsteinfeger in der freiwilligen Feuerwehr
Bereits heute engagieren sich zahlreiche Schornsteinfeger in ihrer Freizeit in der freiwilligen Feuerwehr. Beim Deutschen Feuerwehr Verband (DFV) wünscht man sich eine Vertiefung dieser Kooperation. Der Brandschutz und die aktive Mithilfe bei der Brandbekämpfung solle bereits bei den jüngeren Handwerkern stärker ins Bewusstsein rücken. Zudem spielen Schornsteinfeger in der Energieberatung eine immer wichtigere Rolle.

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