Work-Life-Balance

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Arbeit und Privatleben müssen ins Gleichgewicht.

In Zeiten von Digitalisierung und Arbeit 4.0 ist unsere heutige Arbeitswelt geprägt von einem ständigen Wandel, dauerhafter Erreichbarkeit und immenser Datenflut. Gleichzeitig verwischen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben immer mehr, sodass es häufig zu einem Ungleichgewicht zwischen beiden Bereichen kommt – häufig zu Lasten der Gesundheit. Die sogenannte „Work-Life-Balance“ ist daher schon seit Längerem ein Wunschzustand, für den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen engagieren müssen. 

Arbeit macht gesund, solange die Bedingungen stimmen.
Arbeit wirkt positiv auf die Gesundheit: Sie trägt zur Zufriedenheit bei, stärkt das Selbstwertgefühl, gibt unserem Alltag Struktur und finanzielle Sicherheit. Ungünstige Arbeitsbedingungen können jedoch auch Gesundheitsbeeinträchtigungen auslösen, etwa Rückenleiden, psychische Störungen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Gleichzeitig hat das Privatleben starken Einfluss auf die Gesundheit. In Zeiten, in denen die Grenzen von Arbeit und Privatem immer mehr verwischen, gewinnen Fragen der Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf zunehmend an Bedeutung.

Chronische und psychische Erkrankungen haben sich nahezu verdoppelt.
Gesundheitsleiden sind aber nicht immer auf Stress zurückzuführen. Im Gegenteil: Stress kann zur Leistungssteigerung anspornen und ist eine wichtige Quelle für Erfolgserlebnisse. Das individuelle Gleichgewicht zwischen Anspannung und Erholung in der heutigen Zeit ist jedoch oft gestört und psychische Fehlbelastungen und Störungen werden noch nicht genügend beachtet und oftmals „verschleppt“.

Eine Studie zur psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt zeigt, dass der Anteil der Menschen, die aufgrund seelischer Leiden frühzeitig in Rente gehen, von 15,4 % im Jahr 1993 auf 42 % im Jahr 2012 angestiegen ist. Psychische Erkrankungen sind Hauptursache für Frühverrentungen. Die Anzahl der Arbeitstage, die aufgrund psychischer Erkrankungen ausgefallen sind, haben sich im letzten Jahrzehnt nahezu verdoppelt: 2001 lag sie bei 33,6 Millionen und 2012 bereits bei 59,5 Millionen.

Eine Win-win-Situation für beide Seiten schaffen.
Der Wunsch nach der sogenannten „Work-Life-Balance“ ist deshalb größer denn je, diesen Zustand zu erreichen jedoch nicht so einfach. Für den Arbeitgeber bedeutet dies, Arbeit so zu gestalten, dass die Gesundheit bestmöglich unterstützt und gefördert wird. Besonders im Handwerk, wo man persönliche Nähe und enge Zusammenarbeit gewohnt ist, ist das Arbeitsumfeld essenziell für den Erfolg des Unternehmens und die Gesundheit der Mitarbeiter.

Gute Gründe für Betriebliche Gesundheitsförderung
Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) hilft Arbeitgebern dabei, ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen. Neben typischen gesundheitsförderlichen Maßnahmen (z.B. gesunde Pausenkost, Kurse zu den Themen Entspannung, Rückenleiden, und Tabakentwöhnung) zählen dazu auch Maßnahmen zur Verbesserung der Führungs- und Unternehmenskultur des Betriebsklimas und der Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf (z.B. betriebsinterne Anreizsysteme schaffen, gesunde Betriebsführung, flexible Arbeitsmodelle).

Ziel ist es, die Belastungen der Beschäftigten zu verringern und die persönlichen Ressourcen zu stärken. Denn Engagement auf beiden Seiten für mehr Gesundheit senkt Krankenstände, steigert die Mitarbeiterzufriedenheit und führt so zu mehr Produktivität.

Betriebliche Gesundheitsförderung ist keine Frage der Unternehmensgröße.
Partner und Anlaufstelle für Betriebe sind in erster Linie die Krankenkassen. Die AOK etwa hält speziell für Handwerksbetriebe eine Reihe von passenden Lösungen bereit. Durch den Zusammenschluss einzelner Betriebe der gleichen Gewerke ist im Handwerk sogar eine besonders effiziente Betriebliche Gesundheitsförderung möglich.

In Zusammenarbeit mit der Krankenkasse können gemeinsam Maßnahmen auf regionaler Ebene durchgeführt werden. So erhalten die einzelnen Betriebe die Ergebnisse einer Analyse für ihr eigenes Unternehmen und darüber hinaus die weiterführenden Ergebnisse aller Betriebe der regionalen Branche.

Positive Erfahrungen zeigen, dass die Zusammenarbeit mit anderen Handwerksbetrieben und das gegenseitige Unterstützen und voneinander Lernen bereits gute Ergebnisse zu noch größerem Erfolg für den einzelnen Handwerksbetrieb werden lässt.

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Das richtige Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben wirk sich positiv auf die Gesundheit aus. Ein Ungleichgewicht macht auf längere Sicht krank. Dies zeigen aktuelle Studien.

Lesen Sie demnächst:

  • Konkrete BGF-Maßnahmen, die Sie gleich morgen in Ihrem Betrieb einführen können.
  • An welche Stellen Sie sich zur betrieblichen Gesundheitsförderung wenden sollten.
  • Welche finanzielle Unterstützung Sie als Arbeitgeber für BGF erhalten können.

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