Die Mainmetropole verfolgt bereits heute eine klare Vision für eine klimaneutrale Energieversorgung. Während ein Konsortium unter der Leitung von Mainova zum nächsten Jahr die Details des kommunalen Wärmeplans ausarbeitet, wird das Fernwärmenetz bereits erweitert. Dieses soll bis 2040 rund 40 Prozent der im Stadtgebiet benötigten Heizwärme liefern und damit einen entscheidenden Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energieinfrastruktur leisten.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist Fernwärme seit jeher eine saubere Sache, denn die Emissionen entstehen nicht am Wohnort, sondern an zentralen Erzeugungsstätten: In Frankfurt tragen aktuell acht Kraftwerke zur Versorgung von rund 15 Prozent der Haushalte mit Wärme aus der Leitung bei. Ob man in den Genuss dieser Heizmöglichkeit kommt, hängt dabei vor allem von der Wohnadresse ab. Die besten Chancen bestehen im Zentrum, was trotz ambitionierter Ausbaupläne auch so bleiben wird. Denn das Frankfurter Fernwärmenetz wächst zwar auch in der Fläche, dies jedoch recht moderat.
Stattdessen legt man den Fokus auf die Verdichtung des bereits bestehenden Netzes, von dem einzelne Abschnitte bereits seit Jahrzehnten im Untergrund liegen. Umso wichtiger ist es, vor dem Ausbau den Status quo zu ermitteln: Gibt es stellenweise Sanierungsbedarf? Müssen möglicherweise sogar Leitungsabschnitte ausgetauscht werden, bevor man sich im Wortsinn unter Volldampf an die Erweiterung begeben kann? Um dies abzuklären, hat man das bestehende Fernwärmenetz ab dem 17. Februar 2025 mit einem mit Infrarotkameras ausgestatteten Spezialflugzeug überflogen. Die gewonnenen Daten sind bereits für die nächsten Ausbauschritte unverzichtbar, denn bis zum Jahr 2030 sollen 60 Schulen sowie weitere städtische Immobilien neu an die Fernwärme angeschlossen werden, benachbarte Gebäude können zeitnah folgen.