Sind Lastenräder eine Transportalternative?

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01.07.2019, Frankfurt am Main

 

Sind Lastenräder eine Transportalternative?

Steigendes Verkehrsaufkommen und ehrgeizige Klimaschutzzeile erfordern Transportalternativen für den innerstädtischen Wirtschaftsverkehr. Die Lösung: Lastenräder.

In Zeiten voller Auftragsbücher reiht sich meist ein Termin an den nächsten. Als Handwerksbetrieb kann man dabei auf Stau und Parkplatzsuche gut verzichten. Gleichzeitig erfordern die gesetzten Klimaschutzziele und das wachsende Verkehrsaufkommen im innerstädtischen Wirtschaftsverkehr neue Transportalternativen, wie z.B. Lastenräder.

Für Privatpersonen bereits ein bevorzugtes Transportmittel


Für Privatpersonen sind Lastenräder seit Längerem schon nicht mehr nur in Kopenhagen und Amsterdam ein bevorzugtes Transportmittel. Immer häufiger sieht man sie in deutschen Großstädten, etwa für den Transport von Einkäufen. Durch Projekte wie „Main Lastenrad“ vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) können diese sogar seit Juni 2018 an verschiedenen Stationen im Stadtgebiet von Frankfurt kostenlos geliehen und einfach wieder abgegeben werden.

Lastenrad-Tester gesucht – ob High-Speed- oder Schwertransport-Lastenrad

Für die gewerbliche Nutzung haben sich die Zweiräder allerdings noch nicht durchgesetzt. Ob dies berechtigt ist, will das Projekt „Ich entlaste Städte“ herausfinden und Unternehmen noch bis zum Ende des Jahres zum Testen von Lastenrädern animieren. Je nach Transportanforderung stehen den Testpiloten für einen Zeitraum von drei Monaten 23 Lastenradmodelle in fünf Bauformen – größtenteils mit Elektroantrieb – zur Verfügung und sollen auf ihre Berufsalltagstauglichkeit hin getestet werden. Die Modelle reichen von Pedelecs mit einem Ladevolumen von bis zu 700 Litern, über High-Speed Pedelecs mit bis zu 45 km/h Tretunterstützung bis hin zu drei- oder vierrädrigen Schwertransport-Lastenrädern. Letztere sind besonders für schwere und große Transporte (auch auf Europaletten) mit bis zu 500 kg zulässigem Gesamtgewicht geeignet.

Das Institut für Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) als Initiator des Projekts will damit prüfen, inwieweit unterschiedliche Branchen vom Lastenradeinsatz profitieren können und wie weit der Verkehr und damit Städte entlastet werden.

Helfen Sie deshalb mit und bewerben Sie sich noch bis September 2019 als Testpilot für Lastenräder! 

Bis zu 2.500 Euro Förderung
Auch die Bundesregierung fördert den Einsatz von Lastenrädern als Transportmittel für Unternehmen. Mit dem Förderprogramm „Kleinserien-Richtlinie“ erhalten Unternehmen beim Kauf eines Schwerlastrades 30 Prozent der Investitionskosten (max. 2.500 Euro pro Lastenfahrrad). Mehr zu den Förderrichtlinien erfahren Sie hier.

Nichts für Handwerksbetriebe?
Von wegen!Zugegeben, Lastenräder ersetzen nicht den Transporter, sind aber eine willkommene Ergänzung im Fuhrpark eines Handwerkers. Elektrotechniker Henning Backhaus z.B. erledigt mit dem Lastenrad kleinere Reparaturen, Materialbeschaffungen oder Kundenbesprechungen und muss dabei keine Zeit für Stau oder Parkplatzsuche einplanen. Auch die Urteile der anderen Tester sprechen für sich: Sie sehen vor allem große Vorteile in der Zeitersparnis. Außerdem kann man überall fahren, wo Radfahrer erlaubt sind: auf Straßen, Radwegen und – wenn für den Radverkehr freigegeben – in der Gegenrichtung von Einbahnstraßen und Fußgängerzonen.

Nach dem Test ist vor der Anschaffung
Haben Sie ein Lastenrad bereits getestet oder ziehen die Anschaffung in Betracht, so muss die Entscheidung dennoch gut durchdacht und Ihrem Fuhrpark entsprechend angepasst werden. Unternehmen erhalten dazu bei Interesse eine kostenlose Erstberatung durch Kooperationspartner des VCD, die dabei helfen, das richtige Modell für den eigenen Betrieb auszuwählen. Mehr dazu.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • In den meisten Städten beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit von Autos weniger als 30 km/h, teilweise nur knapp über 20 km/h. Lastenräder mit elektrischer Unterstützung bis 25 km/h sind hier auf vielen Strecken schneller.
  • Wegzeiten sind präzise kalkulierbar, unsichere Faktoren wie Staus und Parkplatzsuche entfallen.
  • Für den Radverkehr freigegebene Wege (durch Parks, Einbahnstraßen, Fußgängerzonen) können als Abkürzungen genutzt werden
  • Keine Kraftstoffkosten (bei E-Lastenrädern ist der Kostenfaktor Strom verschwindend gering)
  • Geringe Kosten für Versicherung (Fahrräder werden von der Betriebshaftpflicht abgedeckt), Abstellfläche, Wartung Reparatur.
  • Positives Image beim Endkunden
  • Keine bzw. sehr geringe CO2-Emissionen

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